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21.05.2022 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 20. Spieltag:

Matchball vergeben, ein Wechselbad der Gefühle in Leerstetten

Mit hängenden Köpfen saßen sie auf dem Rasen nach dem Schlusspfiff, die Fußballerinnen des Tabellenführers SV Leerstetten. Ihre grandiose Aufholjagd nach 0:2 Rückstand war umsonst gewesen. Auf der anderen Spielfeldseite grenzenloser Jubel bei den Spielerinnen der SpVgg Germania Ebing nach ihrem Lastminute-Sieg im Spitzenspiel der Frauen Landesliga-Nord. Ihr Treffer in der Nachspielzeit zum 2:3 hält sie im Rennen hält um Meisterschaft und Aufstieg.

Ohne zwei wegen Verletzung bzw. Corona ausgefallene Stammspielerinnen war es keine leichte Aufgabe für das Team von Leerstettens Trainergespann Marcel Kröning/Christian Tischner, sich für die im Hinspiel erlittene 1:4 Packung zu revanchieren. Sie versuchten es trotzdem, agierten diesmal gleich von Anfang an auf Augenhöhe gegen ihre hochmotivierten oberfränkischen Gäste, hatten aber auch Glück, dass Gästetorjägerin Caroline Ebert nach einer Viertelstunde einen Abstauber nicht im Kasten unterbringen konnte. Als Lisa Sommer kurze Zeit später mit einem Handelfmeter ihre Farben 0:1 in Front gebracht hatte (19.), wurde die Aufgabe für die Mittelfränkinnen keinesfalls leichter. Sie versuchten trotzdem das Heft in die Hand zu nehmen, scheiterten aber ein ums andere Mal in aussichtsreicher Position. Tamara Loukas zimmerte das Spielgerät, nach klugem Rückpass von Annalena Herzog, über den Kasten (23.). Wenig später war Herzog mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eingedrungen, hatte Germania-Keeperin Anja Gasseter schon umspielt ,sich dabei die Kugel aber so weit vorgelegt, dass sie unerreichbar ins Toraus rollte (25.). Drei Zeigerumdrehungen später war es wieder Loukas, die eine gefühlvolle Hereingabe von Selina Perzl mit sehenswerter Volleyabnahme aus der Luft über die Latte setzte. Die Eiermann-Elf agierte aus einer stabilen Abwehrreihe, probierte es immer wieder mit langen Bällen und hätte damit fast Erfolg gehabt. Hannah Zahn erlief sich einen dieser langen Bälle, verzog beim Abschluss aber knapp. SVL-Keeperin Amanda Stahl wäre wohl machtlos gewesen. Zweimal fehlte dann Nina Ruckriegel noch vor der Pause das notwendige Schussglück. Beim ersten Mal, als sie vom Strafraumeck abzog, nachdem sie von Katrin Hauffenmeyer bedient worden war, beim zweiten Mal bei einem Schuss vom Fünfereck nach einem Freistoß. Beide Male zielte sie knapp am langen Pfosten vorbei (33., 40.).

Durch einen überraschenden Treffer gleich nach der Pause wurde die Aufgabe für Leerstetten dann noch schwieriger. Ebert, Germania-Torschützin vom Dienst, hatte es diesmal besser gemacht als in Hälfte eins. Allein vor Keeperin Stahl staubte sie zum vielumjubelten 0:2 ab (47.). Der unerwartete Treffer versetzte sowohl die zahlreichen heimischen Fans unter den gut 100 Zuschauern, als auch die Heim-Elf, in kurze Schock-Starre. Mit Nadine Böhm und Karina Frei als frisches Personal, erholte sich das SVL-Team schnell und zeigte Reaktion. Sie gaben noch mehr Gas und boten Keeperin Gasseter nun gleich mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen. Je zwei Mal Herzog und Hauffenmeyer, sowie Loukas, Ruckriegel und Perzl scheiterten dabei mit ihren Abschlüssen. Ebing konnte sich in dieser Phase nie richtig aus Leerstettens Umklammerung befreien. Der Anschlusstreffer lag in der Luft, wollte aber einfach nicht fallen. Erst als Tamara Böhm, Mitte der zweiten Hälfte, nach kurz ausgeführtem Eckball, aus gut 20 Metern und halblinker Position passgenau in den rechten Winkel zum 1:2 getroffen hatte (69.), war die Hoffnung wieder da auf die Wende. Die Gastgeberinnen ließen jetzt Angriff um Angriff auf das Gästetor rollen und wurden dafür zehn Zeigerumdrehungen später belohnt. Herzog setzte sich im Sechzehner gegen zwei Abwehrspielerinnen durch und düpierte, mit ihrem Aufsetzer ins kurze Eck zum 2:2, auch noch Gasseter (79.). Während Leerstetten, motiviert durch die erfolgreiche Aufholjagd, jetzt den letzten Schritt auch noch wollte, zeigten sich die Gäste zunehmend frustriert. Sie hatten einen komfortablen Vorsprung nicht über die Zeit gebracht. Die Härte im Spiel nahm zu. Innerhalb weniger Minuten kassierte Ebing drei Gelbe Karten und hatte Glück, dass der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Christian Siry den regelwidrigen Ellbogeneinsatz von Hannah Zahn, an Perzl in der 90. Spielminute, nicht als rotwürdig erkannt hat. So konnte Ebert in der verletzungsbedingt notwendigen Nachspielzeit, für Ebing noch einen Konter mit dem späten Siegtreffer zum 2:3 (90. +4), abschließen.

Leerstettens Fußballerinnen haben mit dieser Niederlage zwar ihren ersten Matchball zur Meisterschaft vergeben. Der Bayernligaaufstieg liegt jedoch weiter in ihrer eigenen Hand. Sie brauchen noch drei Punkte und können sich erhobenen Hauptes auf die beiden noch ausstehenden Begegnungen mit Erlangen und Schweinfurt freuen. Haben sie doch gerade, in einem spannenden Spitzenspiel zwischen zwei Teams auf Augenhöhe, Moral bewiesen und guten Fußball abgeliefert. Auch nach Meinung vieler Zuschauer wäre ein Remis an diesem Tag wohl das gerechtere Ergebnis gewesen. Aber so ist halt Fußball, nicht immer gerecht.

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14.05.2022 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 19. Spieltag

Außenseiter fast chancenlos

Mit einem ungefährdeten 5:0 (3:0) wurden die Landesligafrauen des SV Leerstetten bei den unterfränkischen Ligarivalinnen der FVgg Kickers Aschaffenburg ihrer Favoritenrolle voll gerecht und halten damit die Konkurrenz um Meisterschaft und Aufstieg weiter auf Abstand.

Vom Anpfiff weg zeigten die Kickerinnen des Tabellenführers, dass sie nicht gewillt waren, gegen die in akuten Abstiegsnöten steckenden Gastgeberinnen, auf die zu vergebenden drei Punkte zu verzichten. Ein ums andere Mal brachten sie die Heimelf mit schnellem direkten Spiel in große Verlegenheit. Die Kickers hatten in dieser Phase Glück dass sie nicht gleich mit den ersten SVL-Angriffen in Rückstand gerieten. So dauerte es eine Viertelstunde, bis die zahlreichen im Mannschaftsbus mitgereisten Gästefans zum ersten Mal jubeln durften. Katrin Hauffenmeyer ließ sich weder von zwei Abwehrspielerinnen noch von Keeperin Ann-Katrin Burger aufhalten. Sie schloss unhaltbar zum 0:1 ab, nachdem sie von Annalena Herzog auf die Reise geschickt worden war. Ein paar Zeigerumdrehungen später war es diesmal Herzog selbst, die mit einem Heber aus der Ferne Glück hatte. Über Freund und Feind hinweg, setzte das Spielgerät kurz vor der Torlinie auf und landete dann zum 0:2 in den Maschen (20.). Aschaffenburg hatte Mühe mit dem schnellen Spiel der Gäste und schaffte es kaum sich aus deren Umklammerung zu befreien. Als ihnen das dann doch ein Mal gelang, hatten sie auch noch Pech beim Abschluss. Gegen den weiten Diagonalball, der an den langen Pfosten klatschte, wäre SVL-Keeperin Amanda Stahl wohl machtlos gewesen, obwohl sie fast waagrecht in der Luft lag. Wie beim ersten Treffer, nur diesmal mit vertauschten Rollen, stellten Hauffenmeyer und Herzog noch vor der Pause auf 0:3 und machten damit deutlich, wer hier nach 90 Minuten als Sieger vom Feld gehen wird. Herzog brauchte die Kugel, die ihr Hauffenmeyer quergelegt hatte, nur noch ins leere Tor schieben (44.).

Mit ihrem Treffer zum 0:4 schnürte Herzog dann gleich nach Wiederbeginn ihren ersten Saison-Dreierpack als sie ein Solo in Höhe des Elfmeterpunktes souverän ins lange Eck abgeschlossen hatte (48.). Gleich mit dem nächsten Angriff lieferte Tamara Loukas fast eine Kopie dieses Treffers. Auch sie vollendete ein Solo mit Schrägschuss im Sechzehner zum 0:5 (49.). Aschaffenburg wehrte sich jetzt kaum mehr und kam nur noch mit Standartsituationen in die Nähe des Gästetores. Einer dieser Standards führte dann zur zweiten Kickers-Chance an diesem Tag. Nach einem 25 Meter Freistoß durch Spielführerin Sophia Krausmann flutschte die Kugel aus den Armen von Keeperin Stahl vor die Füße der Einschuss bereiten Alina Nikolaczek. Stahl konnte ihren Missgriff mit schneller Reaktion gerade noch bereinigen (53.). Leerstetten kam in der Folge mit Hauffenmeyer, der eingewechselten Vanessa Müller und insbesondere Loukas noch zu einigen guten Gelegenheiten, die jedoch alle versemmelt wurden.

Leerstetten benötigt jetzt, bei drei ausstehenden Spielen, noch 3 Punkte für die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Bayernliga. Dass dies kein Selbstläufer wird ist für das Trainergespann Marcel Kröning/Christian Tischner klar. Bereits nächsten Samstag erwarten sie um 16 Uhr auf heimischer Waldsportanlage das Team des Tabellenzweiten SpVgg Germania Ebing, gegen das sie im Hinspiel eine glatte 4:1 Niederlage kassierten. Gegen die zuletzt in sechs Spielen fünf Mal siegreiche SpVgg Erlangen und gegen den aktuellen Tabellendritten SV Schweinfurt 05 stünden dann, für einen notwendigen Endspurt, die letzten schwierigen Aufgaben an.

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07.05.2022 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 18. Spieltag

Ein Elfer brachte Leerstetten auf die Siegerstraße

Zwei Tage nach dem glücklichen Heimsieg gegen Greuther Fürth II stand die nächste schwierige Aufgabe an für die Landesliga-Frauen des SV Leerstetten. Gegnerinnen in der Waldsportanlage waren die Frauen der Zweitvertretung des Regionalligaspitzenreiters SV 67 Weinberg, gegen die im Hinspiel für ein Remis schon sehr hart gearbeitet werden musste. In einer wiederum hart umkämpften Partie mussten sie diesmal lange einem Rückstand hinterher laufen, ehe ihnen in der Schlussviertelstunde noch die Wende zum 3:1 glückte.

Bereits mit dem ersten Angriff gingen die Gäste überraschend in Führung. Abwehrspielerin Simone Herzog hatte ihren Alleingang aus spitzem Winkel zum 0:1 abgeschlossen (1.). Unbeeindruckt vom frühen Rückstand startete Leerstetten sofort eigene Aktionen nach vorne. Katrin Hauffenmeyers Heber aus halbrechter Position strich knapp am langen Pfosten vorbei (7.) Nina Ruckriegel war über links durchgebrochen. Sie konnte am Fünfereck gerade noch von Lena Holzschuh und Leonie Maul im Verbund gestoppt werden (9.). Aber auch Weinberg versteckte sich nicht und kam zu einer weiteren Großchance, als Annika Messner allein vor dem Gehäuse von Amanda Stahl aufgetaucht war und dann knapp verzog. (13.) Die Gästeabwehr stand sattelfest. Auch Selina Perzl wurde abgekocht, als sie mit dem Ball am Fuß in den Strafraum eingedrungen war. Am Fünfereck wurde sie von zwei Abwehrspielerinnen geblockt noch bevor sie zum Abschluss kam (17.). In der 42. Minute verlängert dann Hauffenmeyer eine Kopfballvorlage von Ruckriegel mit dem Kopf über die heraus stürmende SVW Keeperin Marie Sturm. Da die Kugel aber auch knapp über den Kasten strich, ging es mit dem knappen Rückstand in die Halbzeitpause

Obwohl sich die Gastgeberinnen nach der Pause weiterhin um eine offensiv ausgerichtete Spielweise bemühten, konnten gut 80 Zuschauer erkennen, dass das Team von Gästetrainer Uwe Obermeier immer besser ins Spiel kam. Je länger das Spiel lief, desto, besser schienen sie die Sturmreihe der Gastgeberinnen im Griff zu haben. Beide Teams neutralisierten sich jetzt schon im Mittelfeld. Gefährliche Strafraumaktionen waren Mangelware. Die Schlussviertelstunde war schon angebrochen, als Hauffenmeyer wieder einmal zu einer Großchance kam. Sie war durchgebrochen und steuerte alleine auf das gegnerische Tor zu, brachte die Kugel aber nicht an Keeperin Sturm vorbei. Die Wende kam dann mit dem nächsten Angriff. Perzl war im Sechzehner von den Beinen geholt worden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Annalena Herzog souverän zum 1:1 (82.). Das war der Dosenöffner. Das Team von Coach Christian Tischner war jetzt wieder voll da, während die Gäste geschockt wirkten . Gleich nach Wiederanpfiff zog Tamara Loukas vom Sechzehnereck ab. Das Spielgerät verfehlte den Kasten nur um wenige Zentimeter. Kurz darauf dann die langersehnte Führung für Leerstetten. Hauffenmeyer hatte sich im Sechzehner durchgesetzt und aus spitzem Winkel ins lange Eck getroffen (85.). In der Nachspielzeit setzte sie dann noch einen drauf, als sie einen langen Ball erlaufen, sich gegen zwei Abwehrspielerinnen durchgesetzt hatte und auch noch die, ansonsten starke, Keeperin Sturm mit einem Schuss ins kurze Eck zum 3:1 Endstand düpierte (90.+1).

Da Schweinfurt dieses Wochenende in Erlangen keine Punkte geholt hat, führt Leerstetten jetzt mit 7 Punkten Vorsprung die Tabelle an und muss am kommenden Samstag bei den stark abstiegsgefährdeten Kickers in Aschaffenburg seine Position verteidigen. Weinberg rutscht mit dieser Niederlage auf Tabellenplatz 6 ab und hat am Wochenende den SV Neusorg zu Gast.

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05.05.2022 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 13. Spieltag:

Glücklicher Heimsieg bei Dauerregen unter Flutlicht

Wegen voller Terminkalender hatte man sich mit 20:30 Uhr auf einen außergewöhnlichen Anstoßzeitpunkt unter der Woche geeinigt. Nachzuholen war das am 13. Spieltag wegen eines erneuten Wintereinbruchs ausgefallene Derby zwischen den Landesligafrauen des derzeitigen Tabellenführers SV Leerstetten und der SpVgg Greuther Fürth II. Bei Dauerregen wurde es, nach einer 2:0 Führung, für die Heimelf am Ende nochmal eng, denn die Gäste hatten kurz vor Schluss zum 2:2 ausgeglichen. Am Ende konnten sie schließlich ihrer Favoritenrolle doch noch gerecht werden und behielten dank einer guten Portion Glück mit 3:2 (1:0) die Oberhand.

Angefangen hatte es noch ganz planmäßig. Nach kurzer Abtastphase brachte Katrin Hauffenmeyer ihr Team, nach schönem Steckpass von Tamara Loukas, mit 1:0 in Front (10.). Leerstetten versuchte es weiter mit druckvollem Spiel durch die Mitte, fand aber gegen die tief stehende Gästeabwehr keine Mittel. Fürths Carolin Adlung hielt ihre Abwehr zusammen und konnte ein ums andere Mal mit langen Schlägen Gegenangriffe einleiten, die aber auch nichts einbrachten. So ging es mit der knappen Führung in die Pause.

Zur zweiten Hälfte starteten die Favoritinnen mit frischem Elan. Nachdem Loukas, Hauffenmeyer und Tamara Böhm das Visier bei ihren Abschlüssen noch falsch eingestellt hatten, machte Loukas kurz darauf alles richtig. Nach einer schönen Ballstafette bis zur Grundlinie über Hauffenmeyer und Annalena Herzog, netzte sie eine Rücklage von Selina Perzl per Direktabnahme zum umjubelten 2:0 ein (53.). Leerstetten wollte jetzt mehr, drängte auf weitere Treffer und verlor dabei etwas seine spielerische Linie. Die Gäste konnten sich immer wieder mit langen Bällen befreien und kamen gegen die sehr weit aufgerückte Leerstettener Abwehr auch ihrerseits zu ersten Gelegenheiten. Mitte der zweiten Halbzeit konnte die, mit hohem Risiko, weit aus ihrem Kasten geeilte Keeperin Amanda Stahl, die durchgebrochene Aurora Tornaquindici, nur noch mit unerlaubten Mitteln stoppen. Den, neben einer gelben Karte, verhängten direkten Freistoß verwandelte Adlung zum 1:2 Anschlusstreffer (67.). Stahl war zwar noch dran, konnte den glitschigen Ball aber nicht festhalten. Kurz nach einer fünf minütigen Unterbrechung (die automatische Rasenbewässerung war angesprungen) hatte das Kleeblattteam Pech, dass die eingewechselte Nina Perlwitz, allein vor Stahl, knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (76.). Kurz darauf machte es Tornaquindici besser. Mit einem Schrägschuss zum 2:2 ins lange Eck ließ sie Stahl diesmal keine Chance (78.). Das Team von Coach Tobias Auer war wieder im Spiel und zeigte dies jetzt auch im Auftreten. Leerstettens Trainerteam Marcel Kröning/Christian Tischner wollte es nun erzwingen. Sie brachten mit Sarah Tax eine zusätzliche Stürmerin, beorderten Loukas auf die linke Außenbahn und bewiesen damit im Nachhinein ein goldenes Händchen. Bereits in der Nachspielzeit setzte sich Loukas über links durch, zog die Kugel scharf vors Tor und provozierte damit ein klassisches Eigentor. Fürths Abwehrchefin Adler fälschte unhaltbar für Keeperin Alina Arneth zum 3:2 Endstand ab (90+4).

Mit diesem Sieg stellt Leerstetten den alten 5-Punkteabstand zu den Verfolgern Schweinfurt und der SpVgg Germania Ebing wieder her und erwartet kommenden Samstag die Zweitvertretung des SV 67 Weinberg, gegen die in der Vorrunde ein Remis gelang. Für die SpVgg Greuther Fürth II geht es im Kellerduell zu Hause am Sonntag gegen FVgg Kickers Aschaffenburg um die besseren Karten im Abstiegskampf.

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30.04.2022 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 17. Spieltag

Club-Reserve lässt Leerstetten stolpern

Wie schön hätte es laufen können für die aktuellen Spitzenreiterinnen der Frauen-Landesliga Nord? Die unmittelbaren Verfolgerinnen aus Ebing und Schweinfurt hatten sich am vergangenen Samstag gerade auf eine Punkteteilung verständigt, als Schiedsrichter Markus Kemether, um 18 Uhr, die Partie zwischen der Bundesligareserve des 1. FC Nürnberg und dem SV Leerstetten auf der Bertold-Brecht-Sportanlage anpfiff. Am Ende konnte das, in den letzten acht Pflichtspielen stets siegreiche, Team aus dem Landkreis Roth, seiner Favoritenrolle nicht gerecht werden. Die jungen Underdogs von Clubcoach Frank Ketterer behielten auf dem Kunstrasenplatz, am Ende mit 4:2 (2:2) nicht unverdient, die Oberhand.

Die wenigen Zuschauer sahen ein sehr kampfbetontes Spiel, in dem die Gäste mit hohem Anlaufen den Spielaufbau des Clubs im Keime erstickten und so für eigene Dominanz in der Anfangsviertelstunde sorgten. Nach einigen Fehlversuchen war es dann Goalgetterin Kathrin Hauffenmeyer, die ihre Farben mit 0:1 in Front brachte. Mit frühem Pressing hatte sie ihrer Gegenspielerin den Ball abgeluchst und dann Clubkeeperin Sabina Marjakaj per Schrägschuss aus ins lange Eck keine Chance gelassen (21.). Keine fünf Minuten später setzte sie aus zentraler Position einen 20 Meter Hammer knapp neben den linken Pfosten. Als dann Carlota Hollfelder die Partie mit ihrem Doppelpack innerhalb von sieben Minuten für den Club gedreht hatte (29./ 36.), war der Frust bei Leerstetten deutlich zu spüren. Zuerst stand die Clubstürmerin nach einem Eckball sträflich alleine in der Box und hatte keine Mühe per Kopf zum 1:1 auszugleichen (29.). Beim 2:1 Führungstreffer nutzte sie einen Blackout in der Gästeabwehr und düpierte Gästekeeperin Amanda Stahl aus kurzer Distanz. Es dauerte etwas bis die Elf des Trainerduos Marcel Kröning/Christian Tischner wieder in die Spur fand. Angefeuert von der Bank war es vor allem Tamara Loukas, die durch ihr unermüdliches Anlaufen an vorderster Front immer wieder für eigene Ballgewinne sorgte. Kurz vor der Pause wurde ihr Aufwand belohnt. Mit einem sehenswerten Heber aus 15 Metern in den Knick gelang ihr der Ausgleichstreffer zum 2:2 (45.).

Nach der Pause übernahm die Gäste-Elf sofort die Initiative, scheiterte aber ein ums andere Mal an der tief gestaffelten und sehr aufmerksamen Clubabwehr. Was doch durchkam war sichere Beute von Keeperin Marjakaj. Nach etwa einer Stunde Spielzeit nutzten die Gastgeberinnen den Raum, der ihnen durch die weit aufgerückten Gäste geboten wurde. Lena Lederer tauchte allein vor Stahl auf und hatte keine Mühe ihr Team mit 3:2 in Front zu bringen (58.). Der anschließende Versuch mit der Brechstange brachte zwar zahlreiche Abschlüsse für Leerstetten, aber nicht mehr den notwendigen Torerfolg. Dieser blieb in der Nachspielzeit Emma Thornley vorbehalten, als sie mit ihrem Treffer noch für den 4:2 Endstand sorgte (90.+2).

Nach zuletzt fünf sieglosen Partien konnte die Clubreserve zum ersten Mal wieder voll Punkten und trifft am kommenden Mittwoch, 04.05.2022, auf die SpVgg Erlangen. Der SV Leerstetten erwartet tags darauf die Zweitvertretung der SpVgg Greuther Fürth zum Nachholspiel des 13. Spieltags unter Flutlicht um 20:30 Uhr auf seiner Waldsportanlage.

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