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13.05.2023 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 19. Spieltag:

Spitzenspiel an der Kronacher Hard

Vor über 150 Zuschauern an der Kronacher Hard empfingen die Fußballerinnen des Landesliga-Tabellenführers SpVgg Greuther Fürth am vergangenen Samstag das Team des Zweitplazierten SV Leerstetten. Nachdem sie im Hinspiel in Leerstetten noch mit 1:3 unterlagen, hatten sie diesmal das glücklichere Händchen und bezwangen ihre unmittelbaren Verfolgerinnen in einem Spiel auf Augenhöhe mit 2:0.

Die Fürtherinnen begannen selbstbewusst, setzten ihre Gäste von Beginn an unter Druck und waren auch gleich erfolgreich. Amanda Sulewski spitzelte einen unzureichend abgewehrten Ball in Höhe des Elfmeterpunktes zu Daniela Balda, die SVL-Keeperin Julia Müller aus kurzer Distanz keine Chance ließ und zum viel umjubelten 1:0 ein netzte (9.). Im weiteren Spielverlauf neutralisierten sich beide Teams weitgehend im Mittelfeld. So ging es mit der knappen Fürther Führung in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Leerstetten die Initiative zu übernehmen. Mit schönen Kombinationen über die linke Seite kamen die Gäste zwar nicht zu wirklich zwingenden Aktionen, sorgten aber dennoch ein ums andere Mal für Betrieb vor dem Kasten von Lisa Bayer. Gegen einen strammen Schrägschuss von Selina Perzl wäre sie wohl machtlos gewesen, wenn er etwas platzierter gekommen wäre. So streifte er nur Zentimeter über den Pfosten (60.). Der zweite Fürther Treffer viel unerwartet und resultierte aus einer Standardsituation. Ein Freistoß aus der Distanz wurde durch die SVL-Abwehr verlängert, landete genau auf dem Kopf von Lara Treuheit, die ihn über Müller hinweg zum 2:0 über die Linie bugsierte (70.). Leerstetten steckte zwar nicht auf, schaffte aber keine Wende mehr.

Die SpVgg Greuther Fürth hat mit diesem Sieg die Tabellenführung auf 5 Punkte ausgebaut und empfängt am kommenden Samstag um 14:30 Uhr die Zweitvertretung des SV 67 Weinberg. Der SV Leerstetten muss am gleichen Tag um 16 Uhr beim SV Reitsch antreten.

Aufstellung SVL:

Müller, N. Böhm, L. Felbinger, R. Hauk, K. Sorgenfrei (T. Gebhard 63.), L. Braungart (K. Frei 80.), T. Böhm, I. Catak (N. Perlwitz 58.), B. Gün (K. Molitor 88.), A. Herzog, S. Perzl

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07.05.2023 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 18. Spieltag:

Gefühlschaos in Schwabthal - 4 Tore in 11 Minuten

Trotz gefühlt 70 Prozent Ballbesitz und obwohl sie mit 2:1 in Front lagen, mussten sich die Fußballerinnen des SV Leerstetten bei den oberfränkischen Bayernligaabsteigerinnen des Schwabthaler SV am vergangenen Sonntag mit einem mageren 2:2 begnügen. Alle Tore fielen erst nach der Pause. Da die Führung innerhalb kürzester Zeit mehrmals wechselte, herrschte nicht nur auf dem Platz, sondern auch bei rund 70 Zuschauern größtes Gefühlschaos.

Von Beginn an zeichnete sich ab, dass die Gastgeberinnen darauf bedacht waren ihren eigenen Strafraum abzusichern um ihr Glück vorwiegend mit Kontern über ihre schnellen Spitzen zu versuchen. Leerstetten übernahm deshalb die Initiative, tat sich aber schwer gegen die massiven Abwehrreihen der Gastgeberinnen. So waren es die „Schwodlerinnen“, die über Konter zu ersten Gelegenheiten kamen. SVL-Keeperin Julia Müller hatte zweimal Glück, dass Pia Kestler allein vor dem Kasten an einen scharf hereingetretenen Ball nur knapp vorbeirutschte (11.), kurz darauf traf Svenja Meißner nur das Außennetz (14.). Die erste SVL-Chance vergab Neuzugang Lena Braungart, als sie eine Direktabnahme aus kurzer Distanz nicht im SSV-Gehäuse unterbringen konnte (20.). Unmittelbar nach der von Schiedsrichter Johannes Ruß verordneten Trinkpause war wieder SVL-Keeperin Müller gefordert. Im Nachfassen bekam sie gegen die heranstürmende Torjägerin Lisa Kestler die Kugel gerade noch in Griff (24.). Leerstetten probierte es weiter, konnte den Abwehrriegel der Schwabthalerinnen bis zur Pause aber nicht knacken.

Nach dem Seitenwechsel wurde es dann konfus. In eigener Drangperiode lag Leerstetten plötzlich mit 1:0 hinten. Nach einem Freistoß auf den langen Pfosten kam Abwehrspielerin Saskia Dinkel an die Kugel und netzte aus kurzer Distanz ein (56.). Leerstetten war geschockt, bemühte sich aber weiter und hatte Erfolg. Einen Heber von Ipek Catak verwandelte Selina Perzl mit dem Kopf souverän zum 1:1-Ausgleich (61.). Motiviert durch ihre Torvorlage schloss Catak einen Alleingang mit ihrem ersten Saisontreffer ab und brachte ihre Farben 2:1 in Front (66.). Die Freude bei den Gästen währte nicht lang. SVL-Torfrau Müller wehrte einen hohen Ball auf´s kurze Eck unglücklich vor die Füße von Ronja Kohmann ab. Die ließ sich nicht bitten und schloss zum 2:2 ab (67.). Leerstetten war bedient und warf jetzt alles nach vorne. Sie wollten die erneute Wende erzwingen, verloren dabei aber jegliche Ordnung. Überwiegend hohe Bälle in den Strafraum waren das ungeeignetste Mittel um zum Erfolg zu kommen. Während die Schwabthalerinnen das Remis am Ende feierten, fühlte es sich für die Mittelfränkinnen eher wie eine Niederlage an.

Nächsten Samstag um 14:30 Uhr steht für Leerstetten am Lohnert-Sportplatz beim derzeitigen Tabellenführer SpVgg Fürth eine schwere Aufgabe vor der Tür. Nicht minder schwer dürfte es am gleichen Tag um 16 Uhr für den Schwabthaler SV bei der Zweitvertretung des SV 67 Weinberg werden.

Aufstellung SVL

J.Müller, N. Böhm (T. Gebhard 58.), L. Felbinger, R. Hauk, H. Sinke (K. Sorgenfrei 57.), L. Braungart (K. Molitor 85.), T. Böhm, I. Catak, B. Gün (K. Frei 73.), A. Herzog, S. Perzl

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29.04.2023 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 17. Spieltag:

Erste Heimniederlage und Verlust der Tabellenspitze für Leerstetten

Jetzt hat es die Fußballerinnen des Tabellenführers SV Leerstetten erstmalig auch zu Hause erwischt. Gegen die als Außenseiter ins Spiel gestartete SpVgg Erlangen, bei der sie im Hinspiel noch mit einem deutlichen 6:0 vom Platz gegangen waren, unterlagen sie vergangenen Samstag, trotz Führung, durch ein Lastminute-Tor mit 1:2 (0:0).

Schon zu Beginn der Partie rieb sich wohl mancher der gut 80 Zuschauer die Augen und fragte sich, wer denn hier der Favorit ist. Die abstiegsbedrohten Erlangerinnen waren mindestens ebenbürtig und dominierten in manchen Phasen sogar leicht das Spiel. Mit aggressivem Anlaufen unterbanden sie jegliche Aufbauversuche der Gastgeberinnen und kamen selber zu guten Abschlüssen. Spielführerin Die Versuche von Christina Maier und Stephanie landeten noch knapp neben dem Pfosten (8./30.). Gegen die mit dem Ball am Fuß auf sie zu kommende Andrea Thomas musste SVL-Keeperin Julia Müller schon ihr ganzes Können aufbieten um ihr Team vor einem Rückstand zu bewahren (23.). Da auf der anderen Seite Tamara Böhm aus der Distanz (22.) und Selina Perzl mit einem Schrägschuss vom Fünfereck (28.) an Spieli-Torfrau Natascha May gescheitert waren, ging´s torlos in die Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff von Schiedsrichter Karl Heinz Doneff vergab, die erst in der Winterpause gekommene, Ipek Catak, die bis dahin beste Chance für Leerstetten (46.). Nachdem sie von Annalena Herzog auf die Reise geschickt worden war, brachte sie die Kugel nicht an Spieli-Keeperin May vorbei. Den Nachschuss setzte die aufgerückte Helena Sinke über den Kasten. Die Spielvereinigung hielt dagegen. Müller war jetzt gefordert und rettete dreimal bravourös. Zuerst segelte sie nach einem Schuss aus der Halbdistanz ins richtige Eck (48.). Eine Direktabnahme nach anschließendem Eckball wehrte sie reaktionsschnell an die Latte und hatte beim Nachschuss Glück, dass der Ball ins Aus trudelte. Kurz darauf tauchte Thomas nach einem Gästekonter erneut alleine vor ihr auf. Müller blieb wieder Siegerin im eins gegen eins (52.). Ausgerechnet in diese Drangperiode der Gäste gelang dem SVL dann der Führungstreffer. Herzog netzte eine präzise Flanke von Perzl mit dem Kopf zum 1:0 ein (67.). Unmittelbar davor war Perzl nach einem Abpraller noch am Pfosten gescheitert (60.). Leerstetten gelang es nicht den Impuls der überraschenden Führung zu nutzen und musste schon wenige Minuten später durch einen 20-Meter-Freistoß, zentral unter die Latte, den Ausgleich hinnehmen (76.). Müller, die bis dorthin hervorragend gehalten hatte, war sehr zerknirscht. Sie wusste, dass der nicht ganz unhaltbar war. Die Gastgeberinnen machten jetzt mehr Druck und wollten den Siegtreffer noch erzwingen. Aber es kam so wie es oft läuft wenn´s nicht läuft. Gerade hatte Herzog aus guter Position noch einen Knaller raus gelassen, der nur hauchzart am rechten Pfosten vorbeistrich (87.), als Thomas beim letzten Konter die unaufmerksame SVL-Abwehrarbeit ausnutzte und sich mit dem Siegtreffer zum 2:1 für ihre Farben, nach mehreren Fehlversuchen, doch noch in die Torschützenliste eintrug (89.).

Der Sieg für die SpVgg Erlangen ist aufgrund des Spielverlaufs völlig verdient und stellt einen wichtigen Schritt im Kampf gegen den Abstieg dar. Der SV Leerstetten gibt mit dieser Niederlage die Tabellenführung an die SpVgg Greuther Fürth ab, die ihr Nachholspiel gegen den FC Schweinfurt 05 deutlich gewonnen hat. Aus SVL-Sicht ist es seit Rückrundenbeginn mit der Dominanz der Vorrunde vorbei, was aber angesichts der Langzeitverletzungen wichtiger Spielerinnen abzusehen war. Nicht nur in dieser Liga ist ein Angreiferinnen-Duo mit zwanzig Vorrundentreffern nicht so leicht zu ersetzen.

Nächsten Sonntag um 16 Uhr ist der SVL beim Schwabthaler SV zu Gast. Die SpVgg Erlangen empfängt bereits einen Tag vorher die Zweitvertretung des SV Weinberg.

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23.04.2023 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 16. Spieltag:

Favoritenrolle bestätigt

Im dritten Auswärtsspiel hintereinander holten die Fußballerinnen des SV Leerstetten ihren dritten Dreier und bestätigten damit klar ihre Favoritenrolle im Spiel beim Schlusslicht der Landesliga-Nord. Mit einem verdienten 3:0-Sieg gegen den SV Neusorg besetzen sie in der Tabelle weiterhin die Pole-Position und halten mit jetzt 41 Punkten die starke und in der Rückrunde noch Verlustpunkt freie Konkurrenz aus Fürth, Nürnberg und Weinberg auf Abstand.

Die Erste Hälfte verlief zunächst nicht nach dem Geschmack des SVL-Trainergespanns Marcel Kröning / ChristianTischner. Unkonzentriertheit sorgte für zahlreiche Ballverluste schon beim Spielaufbau, die die Steinwaldzebras umgehend in Torabschlüsse ummünzten. SVL-Torfrau Julia Müller war in dieser Phase mehr gefordert als ihr Gegenüber Laura Bächer, die sich erst ab Mitte der ersten Halbzeit gegen einige meist über den rechten Flügel durch Tamara Böhm initiierte SVL-Vorstöße auszeichnen konnte. Gegen den Rechtsschuss von Selina Perzl, die in den Sechzehner eingerückt war und eine präzise Hereingabe von Annalena Herzog per Direktabnahme zum 0:1 ein netzte, war jedoch auch sie machtlos (29.). Trotz der Führung wurde die Konzentration bei den Gästen nicht besser. So war es allein der Abschlussschwäche der Steinwaldelf zu verdanken, dass die knappe Gästeführung bis zur Pause bestand hatte.

Die eindringliche Pausenansprache der SVL-Trainer und die Einwechslung von Nadine Böhm für Krista Molitor zeigte nach Wiederbeginn sofort Wirkung. Leerstetten war jetzt wacher, gedankenschneller und setzte die Gastgeberinnen in ihrer Hälfte sofort unter Druck. Einen Eckball der Gäste konnte die Neusorg-Abwehr nicht eindeutig klären, beim zweiten Versuch tauchte Bächer ab, hielt die Kugel aber nicht fest. Herzog hatte keine Mühe den Abpraller zum 0:2 für ihre Farben einzuschieben (53.). Leerstetten dominierte jetzt eindeutig und hätte die Führung schon kurz darauf ausbauen können. Katja Sorgenfrei hatte SVN-Keeperin Bächer in Höhe des Elfmeterpunktes umspielt, dabei sprang ihr die Kugel etwas zu weit vom Fuß. Ihr anschließendes Sprintduell mit Nadine Bayerl brachte nichts mehr. Der Ball kullerte am Pfosten vorbei ins Toraus (65.). Die einzige Neusorg-Chance in der zweiten Halbzeit resultierte aus einem direkten Freistoß durch Paula Günter, der jedoch knapp über das Gehäuse von Müller strich (68.). Leerstetten blieb weiter im Angriffsmodus und wurde dafür kurz vor Ende noch mit dem verdienten 0:3 (83.) durch den zweiten Tagestreffer von Perzl belohnt. Einen Steckpass der kurz vorher eingewechselten Berfin Gün verwandelte sie, mit einem gefühlvollen Heber über Bächer, unhaltbar ins lange Eck.

Nach drei Auswärtsbegegnungen steht für Leerstetten am kommenden Samstag um 16 Uhr gegen die SpVgg Erlangen wieder mal ein Heimspiel an.

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15.04.2023 FRAUEN-LANDESLIGA Nord 15. Spieltag:

Last-Minute-Sieg für Leerstetten in Schweinfurt

In der Vorrunde gehörten sie noch zum engsten Verfolger Kreis des derzeitigen Landesligaspitzenreiters. Für die Rückrunde müssen die Schnüdel aus Schweinfurt immer wieder auf B-Juniorenspielerinnen ihres Bayernligakaders zurückgreifen, da in der Winterpause etliche Kickerinnen den Verein verlassen haben. Trotzdem machten sie es am Samstag beim Heimspiel gegen den Klassenprimus sehr gut. In der letzten Spielminute mussten sie dann gegen den SV Leerstetten das zu diesem Zeitpunkt überraschende 0:1 doch noch hinnehmen.

Bei Dauerregen entwickelte sich auf dem gut zu bespielenden Kunstrasenplatz beim Wily-Sachs-Stadion ein Spiel in dem sich beide Teams schon im Mittelfeld weitgehend neutralisierten. Torchancen waren Mangelware. Bei den Gästen dauerte es eine Viertelstunde bis zur ersten Torannäherung durch Ipek Catak. Die SVL-Angreiferin verzog ihre Direktabnahme aus 18 Metern über den Kasten (15.). Kurz vor  der Pause durften sich die Schnüdel bei Ihrer Keeperin bedanken, die einen 20 Meter Knaller von Tamara Böhm gerade noch an die Latte abgelenkt hatte (37.). Die wenigen mitgereisten SVL-Fans hatten den Torschrei schon auf den Lippen gehabt. Da auch die SVL-Abwehrkette alles im Griff hatte blieb es torlos in die Pause.

An der Grundausrichtung des Spiels brachten auch die in Hälfte zwei beiderseits vor genommenen Spielerinnen-Wechsel kaum Änderungen. Nach wie vor gelang es keiner der beiden Mannschaften zu echten Torchancen zu kommen. Letztendlich waren wohl die glücklichen Trainerhändchen der SVL-Coaches Marcel Kröning und Christian Tischner spielentscheidend. Mit der letzten Spielaktion erzielte die eingewechselte Karina Frei nach einem Böhm-Eckball das erlösende 1:0 für den SV Leerstetten (90.).

Während für Leerstetten nächsten Sonntag beim SV Neusorg die dritte Auswärtsaufgabe hintereinander an steht, ist Schweinfurt einen Tag vorher beim Aufsteiger SGV Nürnberg-Fürth zu Gast.

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